Viele deutsche Unternehmer interessieren sich für einen Wegzug aus Deutschland. Dabei spielt Dubai als Ziel eine immer größere Rolle. Tatsächlich gibt es eine große Zahl an Faktoren, die begründen, warum sie gerade nach Dubai auswandern wollen. Beispielsweise ist die einfache Gründung und steuerlich kaum belastete Führung von Unternehmen in Dubai ein solcher Grund. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, die das tägliche Leben erheblich erleichtern. Denn innovative Dienstleistungen sind in Dubai ein zukunftsweisender Trend, auf den wir in Deutschland wohl noch lange warten können. Aber auch das Thema Steuern in Dubai ist sehr reizvoll.

1. Auswandern nach Dubai – Einleitung

Das Emirat Dubai, dessen Hauptstadt seit der Corona-Pandemie unter auswanderungswilligen Menschen im Ausland enorm an Popularität gewonnen hat, zählt zu den Regionen mit der geringsten Kriminalitätsrate weltweit. Das ist insofern bemerkenswert, weil das britische Empire lange Zeit vor Ort als Schutzmacht aufgetreten war. Diese britische Intervention im 19. Jahrhundert hatte tatsächlich einen gewichtigen Grund. Sie sollte nämlich die anhaltenden Piratenangriffe im Persischen Golf unterbinden, die von der Küste der heutigen Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihren Ausgang nahmen, sodass der regionale Seehandel sowie jener aus Fernost endlich wieder sicher stattfinden konnte.

Der Kontrast zwischen damals und heute könnte daher kaum größer sein. Inzwischen hat sich insbesondere Dubai zu einem mondänen Märchenland transformiert. In vielen Bereichen herrscht hier Modernität, gar an Utopie grenzender Fortschrittsglaube. Und dies wiederum lockt immer mehr Menschen aus dem Ausland an, die sich ein Leben in einem solchen Umfeld wünschen. Auswandern nach Dubai ist zu einem weltweiten Trend geworden, weil das Leben hier so viel Mehrwert bietet. Aber was genau sind die Gründe dafür? Als Steuerberatungskanzlei mit einem Schwerpunkt auf internationales Steuerrecht wissen wir, dass niedrige bis gar keine Steuern hierbei sicherlich gute Argumente darstellen. Daher betrachten wir in diesem Artikel, welche anderen, außersteuerlichen Gründe es darüber hinaus gibt, um nach Dubai fortzuziehen.

2. Auswandern nach Dubai: erleichterte Unternehmensgründungen

Der erste Grund, den wir hier anführen möchten, ist einer, von dem wir ausgehen, dass ihn die meisten unserer Leserinnen und Leser interessieren dürfte. Denn viele von ihnen sind selber unternehmerisch aktiv und neugierig, wie es wohl anderswo auf der Welt in puncto Unternehmensgründung aussehen mag. Außerdem sind wir es in Deutschland ja gewohnt, dass ein solcher Vorgang mit einer Flut an Bürokratie einhergeht. Da liegt die Frage selbstverständlich nahe, ob es vielleicht auch mit weniger Aufwand möglich ist, eine Firma zu gründen.

Ja, in Dubai und andernorts in den VAE sind Firmengründungen eine relativ leichte und schnell zu bewerkstelligende Angelegenheit. Es sind zwar auch hierbei diverse Vorschriften zu beachten, aber diese lassen sich beispielsweise alle online – sogar vom Ausland aus – ebenso wie während eines Kurzaufenthalts in Dubai erledigen. Man kann also das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.

3. Auswandern nach Dubai: niedrige Steuern

Warum man aber ein Unternehmen unbedingt im Ausland gründen sollte, hängt wiederum mit den Steuern ab. Denn das Auswandern nach Dubai ist im Verglich zur Besteuerung in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten mit deutlich größeren Steuervorteilen verbunden. So besteht einerseits ein pauschaler Steuersatz von 0 % auf alle privaten Einkünfte. Dies gilt zum Beispiel bei der Vermietung von Immobilien in Dubai. Hierzu ist zu erwähnen, dass bei der Übertragung von Grundstücken eine Art Grunderwerbsteuer in den VAE anfällt; sie beträgt 4 % des Grundstückswerts. Andererseits zahlen Unternehmen in den VAE zukünftig pauschal 9 % Körperschaftsteuer. Allerdings gilt dies erst ab Überschreiten eines großzügigen Freibetrags von AED 375.000, was etwa EUR 94.000 entspricht.

Was hingegen im Alltag an Steuern wahrnehmbar ist, sind die Abgaben auf die Verkehrsteuern, also insbesondere auf die Umsatzsteuer. Dabei berechnet man eine Umsatzsteuer von 5 % auf den Warenwert. Zusätzliche Verkehrsteuern fallen auf gesundheitsschädliche Produkte an, also beispielsweise auf Tabakerzeugnisse sowie auf alkoholische und gewisse andere Getränke, insbesondere zuckerhaltige.

4. Auswandern nach Dubai: Innovationsgeist

Im Allgemeinen schreibt man dem fernöstlichen Kulturkreis eine hohe Affinität für neue Techniken und Entwicklungen zu. Insbesondere Japan sticht dabei hervor, das lange Zeit eine führende Nation auf dem Gebiet der Robotik war. Aber auch am Persischen Golf tut sich seit einiger Zeit Erstaunliches.

Tatsächlich haben sich im Laufe der vergangenen Jahre immer mehr Startups mit innovativen Ideen in Dubai etabliert. So gibt es etwa mobile Services zum Betanken von Autos oder zu deren Reinigung. Mit einer App kann man diesen Service buchen und bezahlen, sodass man sich die zeitaufwendige Fahrt zur Tankstelle oder Waschstraße sparen kann. Ähnliche Dienstleistungen gibt es etwa für die Reinigung von Kleidung. Die Abholdung der zu reinigenden Kleidung kann man dabei ebenfalls über eine App buchen. Wer einen vergleichbaren Service in Deutschland wünscht, muss entweder zu einer Wäscherei gehen – Hinbringen und Abholen sind dann aber zwei Wege – oder in einem gehobenen Hotel übernachten. Außerdem gibt es weitere Services, wie etwa einen Fahrer-Service, mit dem man sich im eigenen Auto befördern lässt, sodass man beispielsweise während der Autofahrt arbeiten kann.

Dabei ist dies nur eine Auswahl an Beispielen. Sie belegen, dass das, was wir in Deutschland als zukunftsweisend erachten, in Dubai schon längst alltäglich ist. Wer aber in einem solch fortschrittlichen Klima Leben möchte, dürfte durchaus über ein Auswandern nach Dubai nachdenken.

5. Nach Dubai auswandern – Fazit